Schnarchen

Intraorale Schnarch-Therapie-Geräte

Die Ursache des Schnarchens
Schnarchen ist ein akustisches Phänomen, daß während des Schlafes auftritt. Der Schnarcher erzeugt Lautstärken von bis zu 90 Dezibel (Rasenmäher/Preßlufthammer ca. 75 Dezibel) und stört damit zwischenmenschliche Beziehungen, sowie sein komplettes Umfeld.
Schnarchen entsteht bei der temporären Verlegung der oberen Atemwege. Die Geräusche entwickeln sich im Mundrachen, durch die Vibration erschlaffter Muskeln und der Schleimhaut.
Gelegentliches Schnarchen ist zwar störend, aber nicht gesundheitsschädlich. Sobald jedoch schlafbezogene Atmungsstörungen auftreten, können diese mit ernstzunehmenden Risiken verbunden sein. Durch Engstellen im Rachen, oder Erschlaffung der Muskulatur während des Schlafes, entsteht eine Verengung der oberen Atemwege. Dadurch wird der Atmungswiderstand erhöht, was einen Unterdruck im Brustraum zur Folge hat. Daraus kann ein vollständiger Verschluß der oberen Atemwege resultieren. Der Sauerstoffgehalt im Blut nimmt ab und löst eine Weckreaktion aus, die zu extremen Schlafstörungen, bis hin zu chronischen Herz-Rhythmusstörungen führen kann.

Symptome für Schlafbezogene Atmungsstörungen mit Verengung der oberen Atmungsorgane.

Leitsymptome:
- starkes, unregelmäßiges Schnarchen
- erhöhte Tagesmüdigkeit
- Einschlafneigung
- Nächtliche Atempausen
- Unruhiger Schlaf

Das kann führen zu:
- Libidoverlust
- Potenzstörungen
- Depressive Verstimmung
- Herz-Rhythmusstörungen

Atmungsstörungen während des Schlafes treten häufig mit folgenden Krankheitsbildern auf:
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Herz-Rhythmusstörungen
- Bluthochdruck in der Lunge

Apperative Therapie:
Intraorales Schnarch-Therapie-Gerät (IST-Gerät)
a) zur Vorverlagerung des Unterkiefers.
b) zur direkten Beeinflussung der Zungenlage.

Die durch Zahnärzte durchführbare apperative Therapie mit Intraoralen Schnarch Therapie-Geräten ist nach dem heutigen Wissensstand (1996) für einen Großteil von leichten und mittelschweren Erkrankungen anwendbar. Sowie bei allen harmlosen, aber Umweltbelastendem Schnarchern.

Intraorale Schnarch Therapie-Geräte (IST-Geräte)
Die IST-Geräte sind individuell, nach der Kieferabformung hergestellte, am Ober und/oder Unterkiefer angepaßte Apparaturen. IST-Geräte werden nachts getragen. Sie sollen zu einer Vorlagerung des Unterkiefers und der Zungenposition nach ventral führen. Durch die Struckturveränderung der oberen Atemwege wird der Luft erweitert und die Neigung zum Kollabieren der beteiligten Weichteile verhindert. Als Nebeneffekt wird das laute Schnarchgeräuch gemindert.
Die Geräte werden aus Akrylat/ Kunststoff-Tiefziehplatten oder aus Silikon-Basismaterial gefertigt und sind teilweise durch Drahthalteelemente an den Zähnen des Ober- und/oder Oberkiefers befestigt. Sie umfassen ganze Zahngruppen und sollen so im Gegensatz zu Kieferorthopädischen Behandlungs-Apperaturen keine Zähne in ihrer Stellung verändern.

IST-Geräte in verschiedenen Varianten
1. Die MAD-Geräte (Mandibular Advance Device)
Bei diesem Gerät wird die Lage des Unterkiefers nachts nach vorne verlagert und gleichzeitig die Zunge nach ventral orientiert. So kann der nächtliche entspannte Zungengrund nicht den Atemweg bis zum völligen Verschluß einengen. Die Vorverlagerung des Unterkiefers entspricht hier bei mindestens der Hälfte seiner maximalen möglichen Vorverlagerung. Nur so kann einen beabsichtigte Wirkung erzielt werden. Die Größe der maximalen Vorverlagerung des Unterkiefers wird durch den Zahnarzt ermittelt.

2. TDR (Tounge Retention Device) = Zungentrainer
Die zweite Gruppe, deren Basis nur den Oberkiefer umfaßt, hat dort eine Pelotte. Sie drückt die Zunge nach kaudal, um auf diese Weise die Atemwege offen zuhalten.

3. MA/TR Kombinationsgeräte
In dieser Gerätekonstruktion sind die beiden Zielsetzungen der MAD und TRD-Geräte vereinigt. Darüber hinaus gestattet die technische Vorrichtung des Unterkiefervorschubes eine mehrstufige Einstellung, die zum Tragekomfort des Gerätes beitragt.

Lyon Elasto Geräte
Bei dieser Variante, bestehen die Basen für Ober und/oder Unterkiefer nicht aus Kunststoff-Tiefziehfolien sondern werden aus einem elastischen Silikon hergestellt.
Auch bei dieser Methode wird der Unterkiefer nach vorne verlagert, um die Atemwege beim Schlafen zu entlasten. Trotz der Elastizität des Materials ist ein fester Sitz des Gerätes garantiert. Die Funktionen des Mundöffnens und die der Seitwärtsbewegung, sind auf Grund des deutlich weicheren Materials, weniger starr eingeschränkt. Zur Versorgung mit Atemluft, werden im Frontbereich Luftschlitze eingearbeitet.

Zur Entlastung der Frontzähne kann man auch in diesem Bereich das Silikon aussparen. Dies nimmt den Druck von den Frontzähen und erhöht die Flexibilität des Gerätes. Die Einschränkung des Atemstromes durch die Mundatmung wird nicht eingeschräkt.

Maschinelle Therapie
- n-CPAO (Gerät zur Überdruckbeatmung)
- Bi-PAP (Überdruckbeatmungsgerät mit getrennt regulierbarer Ein- und Ausatmung)

Die maschinelle Therapie gilt wegen ihrer nahe zu absoluten Sicherheit als "Golden Standard", wenn sie lebensbegleitend angewendet wird.

Operative Therapie
a) Kieferchirurgische Vorverlagerung des Unterkiefers um ca. 10 mm.
b) HNO-ärztlich